Blogparade

Corona – Selbstständig – Online

2020 hat so manches auf den Kopf gestellt. Auch mein Leben, meine Pläne und Vorstellungen.
Eine Veränderung, die durch die Umstände dieses Jahres ausgelöst wurde, siehst du gerade vor dir – meine Selbständigkeit im Online Business. Damit trifft sie genau ins Thema von Eva Peters Blogparade Corona selbstständig online, die ich als Anlass nehme, in diesem Post einen persönlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte meines Unternehmertums mit dir zu teilen.

Der Anfang
Begonnen hat mein Jahr 2020 bereits mit einer spannenden Herausforderung:
Im Januar habe ich als SAP Beraterin und Entwicklerin meine neue Anstellung bei einer frisch gegründeten Consulting-Firma angetreten. Voller Tatendrang und Vorfreude auf neue Projekte und Kunden erwartete ich ein spannendes Jahr im Beraterabenteuer.

Der Schock
Ich war für vieles gewappnet, doch nicht auf das, was uns das Corona-Jahr eingebrockt hat. Der erste Schock kam im März mit dem ersten Lockdown und plötzlich verbarrikadierten Grenzübergängen. Immer wieder begleitete mich von da an das Gefühl, im falschen Film gelandet zu sein. Wäre alles nur Fiktion gewesen, hätte ich ihn vermutlich wegen Realitätsferne verrissen. Leider war es keine schlecht erfundene Geschichte, sondern Wirklichkeit.

Home-Office als neuer Standard
Als IT-Dienstleister ist es zum Glück relativ einfach möglich, seine Arbeiten remote (online) zu erbringen, so wurde Home-Office ab März zu meinem üblichen Arbeitsmodus, anstatt wie sonst üblich meine Arbeit bei meinen Kunden vor Ort zu erbringen. Home-Office selbst war für mich nichts Neues, denn es gab bereits in den Jahren davor immer wieder den Fall, dass ich einen kleinen Anteil meiner Arbeit von zu Hause erledigen konnte. Doch dies waren immer nur einzelne Tage. Und nach solchen Home-Office Tagen hatte ich immer verstärkt die Sehnsucht nach dem persönlichen Kontakt mit Menschen verspürt. Die Vorstellung, nun mehrere Tage am Stück über Wochen allein im Home-Office ohne räumliche Nähe zu Kunden und Kollegen verbringen zu müssen und nun nicht mal abends die Möglichkeit zu haben, als Ausgleich Freunde treffen zu können, war für mich zuerst verstörend.

Das Stück Lebensqualität
Doch überraschenderweise funktionierte der Dauer-Home-Office-Modus sehr viel besser, als ich mir es zuvor vorgestellt hatte. Umso mehr genoss ich, dass nun nicht mehr unzählige Stunden Lebenszeit durch Fahrerei und Stau-Steherei verloren gingen. An einem Arbeitstag vor 18 Uhr zu Hause zu sein war eine neue und sehr schöne Erfahrung. Ich ließ alte Hobbies wie die Malerei wiederaufleben und genoss zunächst die gewonnene Energie.

Lernen geht online
Mit dem Lockdown kam für die Schulen das Home-Schooling.
Ich persönlich habe bereits ein ganzes Masterstudium online gemeistert. Und zwar gerade zum Thema Bildung und digitale Medien. Ich weiß um die Hürden und Besonderheiten des Lernens und Lehrens via Internet aus eigenem Erleben und Erlernen. Umso mehr tat es mir in der Seele weh zu sehen, wie in den Schulen um mich herum versucht wurde, aus dem Stegreif heraus Lehren über Distanz umzusetzen. Da wurden die Konzepte von Präsenzunterricht schlichtweg 1:1 auf Online-Unterricht angewendet. Dass dies nicht gut funktionieren kann weiß jeder, der dass selbst mal erleben musste. Hinzu kamen die fehlenden Erfahrungen des Lehrpersonals im Umgang mit der Technik. Ich wünschte mir, ich hätte meine Idee vor ein paar Jahren zu Ende umgesetzt gehabt, um mich beratend im Bereich des Online Lernens zu betätigen. Denn ich wäre den Lehrern und Lehrerinnen gerne helfend beiseite gestanden, um ihren Unterricht auch digital erfolgreich zu gestalten.

Doch nicht nur die Schulen wurden plötzlich ungeplant digitaler. Auch etliche Trainer und Coaches waren gezwungen, eine Alternative zu den verhinderten Präsenzveranstaltungen zu finden. Da war der Schritt, die eigenen Kurse online zu bringen ein logischer Ausweg. Hier standen etliche Unternehmer*innen vor den Fragen, wie sich das technisch umsetzen lässt und was man beachten muss, wenn man Menschen online etwas beibringen möchte. Alles Themen, zu denen ich eine Antwort habe, aber letztes Jahr viel zu wenig beitragen konnte.

Alles hat zwei Seiten
Auch nach dem ersten Lockdown war die Krise noch lange nicht überstanden. Kontaktbeschränkungen und Co zerstörten weiterhin viele meiner Pläne und waren sehr belastend.
Doch gleichzeitig brachten sie zeitliche Freiräume und neue Möglichkeiten mit sich.
In mir wuchs der Wunsch, die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll zu nutzen und nicht tatenlos verstreichen zu lassen.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“

Und so reifte in mir ein Entschluss. Ich entschied, meinen Plan, den ich bereits vor ein paar Jahren mal verfolgt hatte, wieder aufleben zu lassen und diesmal wirklich in die Tat umzusetzen: Mir eine Selbständigkeit mit Beratungen und Dienstleistungen zu Online Lernformen aufzubauen.

Und genau diesen Weg verfolge ich seither. Meine Segel habe ich gedreht, um meine Energie nicht gegen, sondern mit dem Wind einzusetzen.

Ich bin fest überzeugt davon, dass wir das Potential der Online-Möglichkeiten auch zukünftig sinnvoll nutzen können.

Wenn du selbst gerade auf dem Weg bist, deine Kurse oder Coachings online anbieten zu wollen und Unterstützung brauchst, melde dich gerne unverbindlich bei mir. 

1 Kommentar zu „Corona – Selbstständig – Online“

  1. Hallo Michaela, ich bin fest davon überzeugt, dass dein Konzept und die Ideen, die dahinter stecken, in dieser Zeit (und in der nächsten) gebraucht werden und vielen Menschen den für sie wichtigen nächsten Schritt ermöglichen.
    Hab Geduld, die Saat wird keimen und wachsen.

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